|
|---|
| A | 바바라 씨 주말에 뭐 했어요? |
|---|---|
| B | 한밀의 부모님께서 한국에서 오셨어요. 그래서 같이 시내에 돌아다녔어요. 사실 저도 비엔나를 잘 몰라요. 그래도 제가 안내해드렸어요. |
| A | 부모님은 비엔나를 좋아하셨어요? |
| B | 네, 무엇보다 음식을 좋아하셨어요. |
| A | 함께 오스트리아 식당에 갔어요? |
| B | 네. 사실 걱정했어요. 오스트리아 음식이 좀 짜잖아요. 그리고 기름도 많이 쓰고요. 그래서 좀 걱정했어요. 그렇지만 다행히 부모님께서 맛있게 잘 드셨어요! |
| A | 다행이네요. |
| B | 그런데 존댓말 쓰는 것이 좀 어려웠어요. 그래서 고생했어요. |
A Barbara, was hast du am Wochenende gemacht? B Die Eltern von Hanmil sind aus Korea gekommen. Darum sind wir gemeinsam in der Stadt herumgegangen. Ehrlich gesagt kenne ich Wien selber nicht gut. Ich habe sie aber trotzdem herumgeführt. A Hat Wien den Eltern gefallen? B Ja, vor allem haben sie das Essen gemocht. A Seid ihr zusammen in ein österreichisches Restaurant gegangen? B Ja. Ehrlich gesagt, hatte ich mir Sorgen gemacht. Das österreichische Essen ist ja doch ein wenig salzig. Und man verwendet auch viel Fett. Deswegen [also] hatte ich mir ein wenig Sorgen gemacht. Aber zum Glück hat’s ihnen geschmeckt. A Wirklich ein Glück! B Die Höflichkeitssprache war allerdings ein bisschen schwierig. Darum hatte ich es schwer.
Dieses honorative Nominativsuffix ist z.B. angebracht bei Eltern, Großeltern, Lehrern, Respekts-personen; es ersetzt in gewisser Weise 이/가. Im Unterschied zu 이/가 verhält es sich aber nicht komplementär zu 은/는, d.h. man sagt auch „선생님께서는“.
뭐 (kontrahiert von 무엇), wobei hier die Postposition 을 der Bequemlichkeit halber weggelassen wurde; 무엇을 ließe sich übrigens auf 뭘 verkürzen
Die Verb-Endung ~잖아(요) kommt von der Verneinungsform ~지 않다 und dient zum Erheischen von Zustimmung („..., nicht wahr? ... so ist es doch?“). Mit 있잖아 (von 있다) leitet man umgangssprachlich gern ein: „Weißt du?“, „Das ist ja so: ...“
Kein wesentlicher Bedeutungsunterschied zu 써요, 고 schafft aber eine engere Verbindung zum vor-angegangenen Satz. In der gesprochenen Sprache ist diese Satzendung sehr häufig. 김지영입니다. 서른 아홉이고요.Ich bin Kim Ji-Yeong. Ich bin 39 (Jahre alt). 이 아가씨는 교육을 잘 받았습니다. 얼굴도 예쁘고요.Diese junge Frau hat eine gute Ausbildung bekommen [oder: sie hat gute Manieren]. Ein hübsches Gesicht hat sie auch. [Wörtl.: Das Gesicht ist (auch) schön].그는 심각한 애국자입니다. 자기 주장도 강하고요. Er ist ein ziemlicher Patriot [Chauvinist]. Und präpotent ist er auch. [Wörtlicher: Er insistiert sehr auf seinen Behauptungen. / Seine Behauptungen sind stark.]오스트리아는 아름다운 나라입니다. 기후도 온화하고요.Österreich ist ein schönes Land. Das Klima ist auch angenehm.
die Verb-Endung ~네(요) vermittelt meist etwas wie Überraschung oder Genugtuung, hier so etwas wie Erleichterung
In der Übersetzung besser Plusquamperfekt, auch wenn im Original die einfache Vergangenheit gebraucht wird. In Bezug auf die Zeitenfolge sind wir im Deutschen pedantischer.
Wie auch im Deutschen gibt es im Koreanischen Konjunktionen, die einen selbstständigen Folgesatz (der mit der Konjunktion eingeleitet wird) in ein bestimmtes Verhältnis zum vorangegangenen Satz bringen:
| 그리고 | und ... |
|---|---|
| 그런데 | Aber ... Und ... Übrigens ... |
| 그렇지만 | Allerdings ... |
| 그래도 | Trotzdem ... |
| 그래서 | Darum ... Deshalb ... |
| 그러나 | Aber ... |
Bei den aus einer Konverbalform und dem Verb „geben“ zusammengesetzten Wendungen 해주다 bzw. 해드리다 geht es um Handlungen, die man einer anderen Person zuliebe tut. 드리다 bedeutet ebenso wie 주다 „geben“. Diese Alternative gibt es, um näher zu differenzieren. 드리다 ist die höflichere Form. Sie ist am Platz, wenn einer „höher stehenden“ (z.B. älteren) Person ein Gefallen getan wird. Daher fragt der Verkäufer im Geschäft: 무엇을 드릴까요?Was kann ich für Sie tun? / Was darf es sein? Hier begegnet uns 드리다 also ohne Konverbalform, einfach in der Grundbedeutung „geben“. In der „Halbsprache“, also wenn man keine besondere Höflichkeit zeigen muss, kann man einfach sagen: 뭐 줄까? Was soll ich dir geben? Was kriegst du? Ehemänner (traditionellen Schlages) sagen zur Ehefrau gern: 밥 줘! Gib mir/uns was zum Essen. Kinder sagen zur Mutter, je nach sonstigem Umgangston: 밥 주세요! Oder aber auch einfach: 밥 줘. Das Prinzip ist hier, wie auch sonst: höflich ist es, sich selber zu erniedrigen, den anderen zu erhöhen. Gibt die Mutter den Kindern etwas, so ist 주다 angebracht (denn sie gibt ja sozusagen von oben nach unten); geben die Kinder der Mutter, so ist 드리다 das richtige Wort. 어머니는 매일 세 번 우리를 위해 밥을 지어 주십니다. 우리는 일 년에 한 번 꽃을 선물해 드립니다. [Unsere] Mutter bereitet dreimal am Tag ein Essen für uns zu. Einmal im Jahr schenken wir ihr Blumen. Ersucht man höflich einen anderen, etwas für einen zu tun, ist nicht 드리다 am Platz, sondern neutral 주다 (da man beim anderen ja nicht automatisch das demütige Bewusstsein voraussetzen kann, einem Höherstehenden einen Dienst zu erweisen):
| 나 좀 집까지 | 포장해 | 드렸어요. |
| 어머니가 김밥을 | 찍어 | 줘. |
| 사진 | 만들어 | 드립니다. |
| 이 향수를 | 사 | 주세요. |
| 아버지께 신문을 | 태워 | 주셨어요. |
빠르다 schnell sein
빠른 Adjektiv 빠른 자동차 ein schnelles Auto
빠르게 Adverb 빠르게 가는 자동차 ein schnell fahrendes [„gehendes“] Auto
| 맛있다 (schmecken) | 맛있게 | 맛있게 드세요! Guten Appetit. 맛있게 먹었습니다. Es hat mir bestens geschmeckt. |
| 재미있다 (lustig, interessant sein) | 재미있게 | 재미있게 놀자! "Let's have fun!" Haben wir eine Gaudi miteinander! |
| 멋있다 (fesch sein) | 멋있게 | 우리 선생님은 옷을 항상 멋있게 입어요. Unser(e) Lehrer(in) zieht sich immer fesch an. |
| 보이다 (zu sehen sein) | 보이게 | 내 뾰루지 안 보이게 찍어 주세요. Fotografieren Sie mich so, dass man meinen Pickel (mein Wimmerl) nicht sieht. |
| 무섭다 (furchterregend sein) | 무섭게 | 무섭게 추워요. Es ist grauenhaft kalt. |
| 빠르게 | 빨리 schnell | 빨리 오세요 Kommen Sie schnell (her). |
| 조용하게 | 조용히 leise | 조용히 해. Sei still! Sei leise! |
| 편하게 | 편히 bequem | 편히 쉬세요. Ruhen Sie sich bequem aus. |
| 안전하게 | 안전히 sicher | 안전히 모시겠습니다. Ich werde Sie sicher ans Ziel bringen. |
| 깨끗하게 | 깨끗이 sauber | 깨끗이 씻어. Wasch dich gründlich. |
| 다행하게 | 다행히 glücklicherweise | 다행히 날씨가 좋았어요 Zum Glück war das Wetter schön ["gut"]. |
| 부지런하게 | 부지런히 fleißig | 매일매일 부지런히 살자. Lasst uns tagein, tagaus fleißig;ig sein ["fleißig leben"]. [Eine sehr koreanische Devise!] |
| 귀엽게 lieb, herzig | 재미있게 lustig, interessant | 힘들게 mühsam, anstrengend |
| 빠르게 schnell | 맛있게 lecker, köstlich | 멋있게 fesch |
| 즐겁게 vergnügt | 어렵게 schwer, mühselig | 건강하게 gesund |
Eine von mehreren im Koreanischen gegebenen Möglichkeiten der Nominalisierung (vgl. im Deutschen z.B.: hören → das Hören) bietet die Verbindung des Präsenspartizips mit 것.Dies funktioniert allerdings nicht mit Eigenschaftsverben. 예쁜 것 ist einfach nur die „schöne Sache“ (d.h. 예쁜 ist hier ein bloßes Adjektiv). Begriffe wie „das Schönsein“, „die Schönheit“ kann man auf diese Weise also nicht bilden.
| 책 읽는 것 | 그림 그리는 것 | 영화 보는 것 | 스키 타는 것 | 요리하는 것 |
| 여행하는 것 | 사진 찍는 것 | 친구 만나는 것 | 춤 추는 것 |
| 가다 | 옮기다 | 읽다 | 먹다 | 울다 |
| 만나다 | 웃다 | 살다 | 사다 |
| 한국에서는오스트리아에서는 | 식사 할 때 코푸는 | 것(이) | 예의가 아니에요. |
|---|---|---|---|
| 어른 앞에서 담배 피우는 | 좋지 않아요. | ||
| 지하철이나 버스 안에서 큰소리로 얘기하는 | 보통이에요. | ||
| 대중교통 안에서 노인에게 자리를 양보하는 | 예의입니다. | ||
| 공공장소에서 연인들이 스킨십하는 | 효도입니다. | ||
| 중매로 결혼하는 | 여전히 존재합니다. |
Dies ist selbstverständlich eine heikle Übung! Wir sind hier aber nicht im kulturanthropologischen Seminar, also bitte kein Stirnrunzeln und frisch ans Werk. Zumindest für einen Mainstream kann man Aussagen treffen. Sich-Schnäuzen vor anderen und in der Öffentlichkeit ist in Österreich tendenziell eher kein Problem, stellt in Korea aber tendenziell doch ein Problem dar. Man mag hier genauer differenzieren wollen, aber im Großen und Ganzen dürfte es doch so stimmen.
| 걱정 | 얼마 | 어땠 | 식당 |
| 그런데 | 맛 | 주말 |
| H | B씨, 제 부모님입니다. 저의 아버지, 어머니예요. |
|---|---|
| B | 안녕하십니까? 바바라라고 합니다. 처음 뵙겠습니다. |
| V | 반갑습니다. |
| M | 어머, 참 미인이시네요. |
| B | 뭘요, 아닙니다. |
| V | [하하] 한국말도 잘 하시는구나! |
| B | 아직 멀었어요. |
| M | "아직 멀었어요" 그런 말도 아시네요. |
| V | 우리 아들이 이런 예쁜 색시랑 사귀고 있구나. |
| H | 아버지, 아직은 ... |
| B | 네, 아직 멀었어요. |
| V/M | 하하/호호. |
H Barbara, das sind meine Eltern. Mein Vater, meine Mutter. B Guten Tag. Ich heiße Barbara. Ich sehe Sie wohl das erste Mal. V Sehr erfreut. M Da schau her, Sie sind ja eine echte Schönheit! B Was sagen Sie denn da? Bin ich doch überhaupt nicht. M Haha, und Koreanisch können Sie auch gut. B Da bin ich noch weit davon entfernt. M Sogar (die feste Wendung) „Da bin ich noch weit davon entfernt“ kennen Sie. V Allerhand, unser Sohn geht mit so einer hübschen jungen Frau. H Papa, vorerst ... B Ja, davon sind wir noch weit entfernt. V/M Ha ha/Ho ho.
| H | 자, 아버님, 어머님, 무엇을 잡수시겠어요? 어떤 것을 주문해 드릴까요? |
|---|---|
| V | 오스트리아의 대표적인 음식을 한번 먹어 봅시다. 그런데 선택하기가 어렵네요. |
| M | 그래요, B씨가 주문하세요. |
| B | 그럼 제가 알아서 주문해드릴까요? |
| H | 네, 그냥 하세요. |
| B | 알겠습니다.. |
H Nun, Vater, Mutter, was möchten Sie essen? Was soll ich bestellen? M Lasst uns mal was typisch Österreichisches essen. Aber die Wahl [das Auswählen] ist schwer. V Das stimmt, bitte bestellen Sie was für uns, Barbara. B Okay, soll ich dann einfach nehmen, was ich für gut halte? H Ja, bestell einfach. B Verstanden.
| V | 돈까스 같아요. |
|---|---|
| H | 슈니첼이 돈까스의 조상님이에요. |
| V | 아, 하하, 그렇구나! |
| M | 이건 [= 이것은] 어떻게 먹어요? |
| B | 제가 잘라 드릴까요? ... |
| B | 다 됐어요. |
V Schaut aus wie Donkkaseu. H Schnitzel ist der Urahn des Donkkaseu. V Ah, ha ha, ist das so? M Wie isst man das? B Soll ich es Ihnen schneiden? ... B Fertig.
| B | 한번 잡숴 보세요! |
|---|---|
| V | 음, 생각보다 맛있네요! |
| B | 정말 맛있어요? |
| V | 그럼요! 정말 끝내주네요! |
| M | 엄마도 한번 먹어 봐요. |
| M | 와, 맛있어요. |
B Probieren Sie einmal! V Mhm! Das ist ja besser als ich dachte! B Schmeckt es Ihnen wirklich? V Ja, und wie! Es ist fantastisch! H Mama, probier auch mal. M Ah, köstlich.
Der Eigenname Barbara wird in Korea üblicherweise mit 바바라 romanisiert (so z.B. auch ein deutscher Film mit dem Titel „Barbara“). Bei einer pedantischeren Transkription in der Form 바르바라 stünde für Koreaner das „r“ zu sehr Vordergrund („klingt arabisch“).
Die Verb-Endung ~는구나 impliziert hier:„Wie ich sehe“ oder „ich bin überrascht, dass …“ Es handelt sich hier quasi ein Selbstgespräch, das die anderen mithören dürfen, darum einfach „Halbsprache“; ansonsten, in direkter Anrede, wäre richtiger (weil höflicher): "… 하시는군요!", "… 하시네요!"
„Ist noch weit entfernt gewesen.“ – Hier: davon sind wir noch weit entfernt, so weit ist es noch lange nicht.
건 ist die Kontraktionsform von 것은.
Schmeckt besser als gedacht. Der Verb-Endung ~네요 entspricht im Deutschen manchmal am besten ein überraschtes „aber“: „Das schmeckt aber gut, besser als gedacht.“
ist schon rein phonetisch eine auffällige Vokabel. Es stammt vom Japanischen tonkatsu und gehört damit zum reichen, aber sukzessive schwindenden Wortschatz jener Fremdwörter, die ins Koreanische Eingang fanden, als Korea von Japan annektiert war (1910 bis 1945). Weil sie an eine Zeit der Schmach und Unterdrückung erinnern, werden sie oft nicht nur von Sprachpuristen als „zu säubern“ angesehen. Bei manchen Fremdwörtern denkt sich der gewöhnliche Koreaner allerdings nicht viel, so z.B. eben bei 돈까스. Daher oft auch die dann viel weniger exotisch oder japanisch anmutende Schreibung 돈가스. Tonkatsu kommt von jap. „Schwein(efleisch)“ (ton) + (engl.) cutlet. Ton (Don) ist auch im Koreanischen die Aussprache für das entsprechende Zeichen(豚): 돼지 (Schwein) 돈. Die japanische Version des Wiener Schnitzels wurde Ende des 19. Jahrhunderts kreiert.
Der Vater spricht Halbsprache, weil er auf eine Aussage seines Sohnes reagiert.
Der Sohn könnte hier auch 한번 드세요 oder 한번 드셔 보세요 sagen, manche Jugendliche würden heutzutage sogar einfach die Halbsprache verwenden (먹어 봐), allerdings eher Töchter und doch (noch) eher selten. Mit dem Erwachsenwerden geht dann in der Regel der Übergang zur Höflichkeitssprache einher. Die sprachliche Realität ist jedenfalls vielfältig und im Gefolge gesellschaftlicher Veränderungen durchaus im Fluß.
nach bestem Wissen(von 알다 wissen)
Aussprache: 색씨. Junge, unverheiratete Frau oder auch Braut; ein etwas veraltetes Wort, das hier in der spaßhaften Verwendung gut zum gutgelaunten Vater passt. Zufällig besteht auch eine lautlicher Anklang zu „sexy“, was das Wort heutzutage um eine mögliche Nuance und Assoziation bereichert, da heutige Koreaner natürlich auch dieses englische Wort kennen; allerdings ist es hier eher das Altmodische, das für Heiterkeit sorgt.
Etwas entspannter würde 드셔 보세요 klingen. Das 잡수시겠어요 Hanmils würde manchen heutigen Koreanern schon fast zu zeremoniell vorkommen. 드시겠어요 tut es auch.
Mit der Markierung ~겠... ‒ primär in den Verb-Endungen ~겠어(요) bzw. ~겠습니다/겠습니까 ‒ bringt man entweder Vorhaben und Versprechen (bzw. regelrechte „Gelöbnisse“) zum Ausdruck oder fragt nach den Absichten und dem Willen des Gegenübers. Weiters formuliert man mit dieser Endung in der Schriftsprache oder auch in der Sprache von Nachrichtensprechern Prognosen in Hinblick auf bevorstehende Ereignisse.Diese Form ist in der Aussage nur für die erste Person (als Subjekt) möglich, in der Frage nur für die zweite (in der Praxis auch immer mit der Höflichkeitsform kombiniert). Eine dritte Person kann dann gemeint sein, wenn es (in Berichten) um eine Zukunftsprognose geht. Absichten erklären, eigene Vorhaben und Versprechen („Gelöbnisse“) zum Ausdruck bringen:
| 싸인이 필요합니다. 여기에 서명해 주시겠습니까? |
|---|
| 신세계 백화점을 찾습니다. 어디에 있는지 알려 주시겠습니까? |
| 이 식당에 처음 왔습니다. 맛있는 음식을 추천해 주시겠습니까? |
| 짐이 너무 무거워요. 조금 도와 주시겠습니까? |
| 주소를 적어 주시겠습니까? |
| 바꿔 주시겠습니까? |
| 저 잠시 화장실 갈께요. 기다려 주시겠습니까? |
| 저는 독일어를 못 합니다. 이것을 읽어 주시겠습니까? |
| 좀 설명해 주시겠습니까? |
| 다시 한 번 말씀 해 주시겠습니까? |
Wir brauchen eine Unterschrift. Wenn Sie hier unterschreiben würden. Ich suche das Einkaufszentrum Shinsegae. Können Sie mir sagen, wo das ist? [Wörtl.: Würden Sie mich wissen lassen ...?] Ich bin zum ersten Mal in diesem Restaurant. Könnten Sie mir etwas Gutes [ein gutes Essen] empfehlen? Das Gepäck ist so schwer. Könnten Sie mir ein wenig helfen? Würden Sie mir Ihre Adresse aufschreiben? Würden Sie mir [das] (aus/um)tauschen? Ich gehe kurz auf die Toilette. Würden Sie auf mich warten? Ich kann kein Deutsch. Könnten Sie mir das vorlesen? Könnten Sie [mir das] ein wenig erklären? Könnten Sie das noch einmal sagen?
Eine Konverbalform in Verbindung mit 보다 (schauen, sehen) ergibt: „etwas probehalber tun“ oder „etwas versuchen“, „etwas mal machen“. Die Konverbalform von 하다 (machen, tun) in Verbindung mit 보다 bedeutet ganz allgemein: versuchen, probieren. In manchen Fällen ist die Verbindung von Konverbalform und 보다 lexikalisiert. So ist z.B. 물어보다 üblicher als 묻다, das eigentlich bedeutungstragende Wort dieser Verbindung. Angesichts der vielen Homophone im Koreanischen kann die Konverbalform mit 보다 auch als willkommenes Mittel zur Differenzierung dienen. Ein bloßes 물어! verwendet man also normalerweise als Imperativ zu 물다 (beißen) und würde dementsprechend z.B. bedeuten „Fass!“ Abstrakt-grammatisch könnte 물어! zwar auch durchaus „Frag!“ heißen, in der Praxis aber sagt man in diesem Fall 물어봐!
Die Konverbalform + 봐 (z.B. 먹어봐/비켜봐) klingt weicher und netter als der bloße Imperativ, der in der Halbsprache sehr ruppig klingen kann (먹어: „Iss!“; 비켜: „Mach Platz!“ oder „Aus dem Weg!“). Wenn es schnell gehen muss, verzichtet man natürlich besser auf jeden Rest Höflichkeit: 우리 지금 만나, 당장 만나! („Treffen wir uns jetzt [irgendwo], sofort!“)
들어 봐. Halt (das) mal! / Trag das (für mich). 들어 봐. Hör mal. / Hör dir das an. / Hör mir mal zu. 먹어 봐. Iss! / Probier mal. Koste mal. 마셔 봐. Trink. / Probier mal. / Trink das mal. / Koste mal. 입어 봐. Probier das mal. / Zieh das mal an. (Schauen wir, ob es dir steht.) 써 봐. Setz das (mal) auf. [Z.B. einen Hut, eine Brille] 신어 봐. Zieh (die) an. / Schlüpf (in die) mal rein. [Schuhe] 만져 봐. Probier mal, wie sich das anfühlt. / Greif das mal an (damit du spürst, wie es sich anfühlt). 웃어 봐. Lach. / Lach (doch) mal. 말해 봐. Sprich. / Red schon. / Sag (doch). 물어 봐. Frag (mich doch). 앉아 봐. Setz dich doch (doch). 켜 봐. Schalt ein. [Z.B. das Licht, den Fernseher] 꺼 봐. Schalt aus. 생각해 봐. Denk doch. / Stell dir vor. / Überleg mal. 상상해 봐. Stell dir vor!
Ein sehr beliebter koreanischer Witz macht sich über die schleppende Sprechweise der Leute aus Chungcheong-do (충청도 忠靑道) lustig. Vater und Sohn steigen einen Berg hinauf, da rollt auf einmal ein großer Felsbrocken auf sie zu. Der Sohn warnt den Vater: 아버지 돌 굴러 가유 [= 가요]. Der Witzerzähler, der die Mundart parodiert, also sehr bedächtig spricht, deutet beim lächerlich in die Länge gezogenen Wort „돌“ pantomimisch mit einer zeitlupentempomäßigen Kopfdrehung an, dass der Stein den Vater überrollt, noch ehe die Warnung zu Ende gesprochen werden kann. Mit raschen Kommandos tut man sich im Zivilleben allerdings in ganz Korea schwer, da die Höflichkeitsbedenken traditionsbedingt immer noch sehr tief sitzen.
Die Verb-Endung ㄹ까(요) markiert Angebote und Vorschläge, aber auch spekulative Fragen:
| 머리를 어떻게 해 드릴까요? Wie soll ich Ihnen die Haare machen (schneiden)? | |
| 무엇을 도와 드릴까요? Was darf es sein? / Was kann ich für Sie tun? / Was wünschen Sie? | |
| 물 줄까? Soll ich dir Wasser geben? | 어떻게 할까요? Was soll ich/sollen wir jetzt machen? |
| 사줄까? Soll ich dir das kaufen? | 갈까요? Sollen wir hingehen? |
| 시작할까요? Sollen wir anfangen? | 끝낼까요? Sollen wir Schluss machen? |
| 텔레비젼 끌까? Soll ich (Wollen wir) den Fernseher ausschalten? | |
| 텔레비젼 켤까? Soll ich andrehen? | 할까? 말까? Soll ich? Soll ich nicht? |
Ein sensibler kompetenter deutscher Muttersprachler wird, natürlich auch regional etwas unterschiedlich, durchaus feine Abstufungen feststellen, was den Sinn und die Nuance der in dieser Übersetzung verwendeten Modalverben anlangt. Ein „Darf ich ...?“ oder „Kann ich ...?“ wird bei einem Anerbieten oft freundlicher klingen als ein „Soll ich ...?“. Insofern brauchen wir uns nicht wundern, wenn Koreaner mitunter allzu viel Aufhebens von der rechten Höflichkeit machen – auch im Deutschen kann man Empfindlichkeiten verletzen.
한 뚱뚱한 아가씨가 피자집에서 피자를 주문했다.* 주문을 다 받은 직원이 물었다. "여섯 조각으로 잘라드릴까요, 여덟 조각으로 잘라드릴까요?"** 그러자 아가씨 왈, "여섯 조각이요, 지금 다이어트 중이거든요."
Ein dickes Fräulein hat sich in der Pizzeria eine Pizza bestellt. Der Angestellte, der die Bestellung fertig aufgenommen hat, hat gefragt: „Soll ich [sie Ihnen] in sechs Stücke schneiden, [oder] soll ich sie in acht Stücke schneiden?“ Meint das Fräulein: „In sechs Stück bitte [Es sind sechs Stück], ich bin nämlich gerade auf Diät.“
*주문했다. Auf Deutsch erzählt man Witze eher im Präsens, diese Regel gilt aber nicht für das Koreanische. 했다 ist die Berichtsform. **여섯 조각으로 잘라드릴까요? Das klingt auf Koreanisch weit weniger umständlich als bei der wörtlichen Übersetzung ins Deutsche.
우리 할아버지가 돌아가셨어요. 할머니는 지금 혼자 살고 계셔요. 주말마다 우리는 할머니댁을 방문해요. 할머니께 맛있는 점심을 사 드려요. 그렇지만 많이 잡수시지 못 하세요. 할머니는 항상 일찍 일어나세요. 잠이 별로 없으세요.
Mein Großvater ist gestorben. [„Unser Großvater ist von uns gegangen.“] Großmutter lebt jetzt allein. Jedes Wochenende besuchen wir/ich unsere/meine Großmutter [„suchen wir das Haus unserer Großmutter auf“.] Wir laden Großmutter zu Mittag auf ein leckeres Essen ein. [„Wir kaufen ihr ein leckeres Mittagessen.“] Sie kann aber nicht viel essen. Sie steht immer früh auf. Sie schläft nur wenig. (Ein) Schlaf(bedürfnis) hat sie kaum / fehlt ihr praktisch.
Bei Berufsbezeichnungen wie 선생, 교수 oder 목사 bzw. Bezeichnungen einer Stellung (in der Firma oder einer Organisation) wie 사장, 부장, 과장, 회장 (allesamt also mit hohem Prestige verbunden), folgt in der Regel das Honorativsuffix 님. Bei 선생 ist 님 sogar integraler Bestandteil und als 선생님 lexikalisiert. ALLERDINGS: Ein Schuldirektor könnte einen seinen jüngeren Lehrer doch einfach per 김선생 rufen. Auch ein älterer Universitätsprofessor könnte seinen jüngeren Kollegen, der einmal sein Schüler war, per 교수 anreden und das ehrende 님 weglassen, weil es nach der Höflichkeitslogik unangemessen wäre.
| 드릴까요? |
|---|
Soll ich Ihnen … geben? Soll ich … für Sie tun?
| 주시겠어요? |
|---|
Würden Sie mir … geben? Würden Sie … (für mich) tun?
| Kind | Erwachsener | Großvater | |
|---|---|---|---|
| 밥 먹었어? | <-- <-- | <-- <-- | |
| 진지 드셨어요? | --> --> | --> | |
| 잘 잤니? | |||
| 안녕히 주무셨어요? | |||
| 즐겁게 놀았어? | |||
| 즐거운 시간을 보내셨습니까? |
밥 먹었어? „Hast gegessen?“ sagt der Großvater zum Kind, der Erwachsene zum Kind; u.U. auch der Großvater zum Erwachsenen. 진지 드셨어요? „Habt Ihr gespeist?“ sagen Kind und Erwachsener zum Großvater.
| A | 한국말 잘 하시네요. | ||||
| B |
|
||||
| A | 미인이시네요. | ||||
| B |
|
||||
Fast immer könnte man sagen 어떻게 할까요?, also „Was soll man da jetzt machen?“ (Wienerisch: „Was tumma denn da?“) 어떻게 할까요? ist eine Universalwendung, die man dementsprechend ständig verwendet, im Sinn von: „Wie lösen wir dieses Problem?“
S = Freundin von H und Schwiegertochter in spe von V und M; A = Vater von H; M = Mutter von H S 자, 한번 잡숴 보세요! / 자, 먹자! / 자, 먹어봐! V 음, 생각보다 맛있어요? / 음, 생각보다 맛있네요! / 음, 생각보다 맛있을까요? S 정말 맛있을까요? / 정말 맛있게? / 정말 맛있어요? V 그럼요! H 엄마도 한번 먹어봐요. / 엄마도 두 번 먹어 봐요. / 엄마도 세 번 먹어 봐요. M 와, 맛있이에요. / 와, 맛있어요. / 와, 맛해요.
Q In der ersten Zeile steht 한 번, hier steht 한번. Ist das eine Schlamperei, oder hat es damit etwas auf sich? A Schau, wir unterscheiden doch auch auf Deutsch gefühlsmäßig zwischen „einmal“ im Sinn von „mal“ und dem „einmal“ im Sinn einer wirklichen Anzahl der Male oder Wiederholungen. Und nur im zweiteren Fall könntest du auch genausogut „ein Mal“ schreiben. Die Koreaner sind diesbezüglich noch strenger und schreiben immer „ein Mal“, also 한 번, sobald es um diese Anzahl der Male geht. Q Weniger abstrakt, wenn ich bitten darf! A Bitte sehr: Wenn ich zu Dir sage 한번 먹어 봐 („Koste mal“), meine ich damit, dass ich bereit bin, dich genau ein Mal, aber nicht etwa zwei Mal oder öfter kosten zu lassen? Q Will ich nicht hoffen. Wie sagt man das denn auf Koreanisch? A 한번 먹어 봐. Und weil also nicht die Zahl der Male gemeint ist, schreibt man 한번 hier zusammen. Q Um eine Anzahl oder jedenfalls Mindestanzahl an Malen geht es beim Pfadfindermotto „Jeden Tag eine gute Tat“. Wie sagt man das auf Koreanisch? A Ich würde es mal (also 한번, haha) so formulieren: 매일 한 번 착한 일을 해라. („Tu täglich einmal eine brave Tat.“)
| V | 한밀아, 우린 호텔로 가. 너희들은 그냥 좀 더 놀아. |
|---|---|
| B | 아버님, 저희가 모셔다 드릴게요. |
| A | 부모님은 비엔나를 좋아하셨어요? |
| M | 괜찮아요, B씨, 우리 둘이서 갈게요. |
| B | 아니에요 ... |
| B | 정말 잘 드셨어요? |
| M | 아주 맛있게 잘 먹었어요. |
| B | 다행이에요! |
| V | 자, 내일 다시 봅시다. |
| B | 네, 아버님, 내일 다시 뵙겠습니다. 편히 쉬세요. |
| V | 바바라씨도 잘 가요. |
V Hanmil, wir gehen ins Hotel. Amüsiert ihr euch einfach noch ein bisschen.
B Vater, wir begleiten Sie.
V Es ist in Ordnung, Barbara. Wir schaffen das schon allein. [Wörtl.: Wir können (nur) zu zweit gehen.]
B Aber … [Wörtl.: Nein ...]
B Haben Sie auch wirklich gut gegessen?
M Wir haben sehr, sehr gut gegessen.
B Gott sei Dank!
V Also, man sieht sich morgen wieder.
B Ja, morgen treffen wir uns wieder. Ruhen Sie sich gut aus!
V Und du, Barbara, komm gut heim.
die Partikel 아 ist ein Vokativ; zu verwenden allerdings nur von oben nach unten; möglich auch im Plural „애들아“ („Kinder!“ bzw. „Liebe Leute!“).
우린: Kontraktionsform für 우리는 (vgl.: 난 = 나는)
너희들 von oben hinunter gesprochen: ihr; von unten hinauf steht kein so praktisches Pronomen zur Verfügung; allerdings gibt es das sich-selbst-erniedrigendende 저희, das eine demütigere und damit dem Vis-a-Vis gegenüber höflichere Form ist, „wir“ (우리) zu sagen.
Das eigentlich sehr einfache Suffix 도, das grundsätzlich nichts weiter als „auch“ bedeutet, ist hier unübersetzbar. Barbara soll sich ja nicht etwa „auch“ ausruhen so wie die Eltern, vielmehr ist explizit ausgesagt, dass sie „gut gehen“ soll, also dass man ihr einen guten Nachhauseweg wünscht. Man wünscht ihr, so würde das deutsche Sprachgefühl es sehen, also nicht das gleiche, eine gute Erholung, sondern etwas doch eindeutig anderes, ein gutes Nachhausekommen. Für das weniger kleinliche koreanische Sprachgefühl kommt von seiten der Eltern mit dem 도 aber lediglich zum Ausdruck, dass sie Barbara „ebenfalls“ etwas Gutes wünschen, eine volle Gleichung und Parallelität („Ruhen Sie sich gut aus“ – „Du auch.“) ist mit dem도 nicht beansprucht.
~ㄹ/을게(요) bzw. ~ㄹ/을 것이다 ist die eigentliche Futurform des Koreanischen. Dabei hat diese Form aber einen neutralen Charakter (anders als ~겠다, das in Verbindung mit der ersten Person ein Versprechen oder ein Gelöbnis ausdrückt, in Verbindung mit der zweiten aber Absichten oder Zusagen erfragt). Angehängt wird sie an den Verbstamm.
| Infinitiv | ~ㄹ/을 것이다 | 겁니다. | 거예요. (Aussage) | 거예요? (Frage) |
|---|---|---|---|---|
| 끊다 | 끊을 것이다. | 끊을 겁니다. | 끊을 거예요. | 끊을 거예요? |
| 가다 | 갈 것이다. | 갈 겁니다. | 갈 거예요. | 갈 거예요? |
| 보다 | 볼 것이다. | 볼 겁니다. | 볼 거예요. | 볼 거예요? |
| 자다 | 잘 것이다. | 잘 겁니다. | 잘 거예요. | 잘 거예요? |
| 해보다 | 할 것이다. | 할 겁니다. | 할 거예요. | 할 거예요? |
| Infinitiv | ~ㄹ/을게요 | (반말)게 | Aussprache | (반말) 거야? |
|---|---|---|---|---|
| 끊다 | 끊을게요. | 끊을게. (Ich hör auf) | 끊을께 | 끊을거야? |
| 가다 | 갈게요. | 갈게.(Ich geh.) | 갈께 | 갈거야?(Gehst du?) |
| 보다 | 볼게요. | 볼게.(Ich schau mir das [mal] an.) | 볼게 | 볼거야?(Schaust du dir das [mal] an?) |
| 자다 | 잘게요. | 잘게.(Ich geh schlafen. | 잘께 | 잘거야?(Gehst du schlafen?) |
| 해보다 | 할게요. | 할게.(Ich probier es [mal].) | 해볼께 | 할거야?(Wirst du es probieren?) |
Die Formen, die auch als Ein-Wort-Sätze allgegenwärtig sind, sind als besonders idiomatisch hervorgehoben. (Naturgemäß sind das die Formen der „Halbsprache“, weil hier Ein-Wort-Sätze einfach gängiger sind.) Manche Formen (z.B. 끊을 거야?) kommen praktisch nie als Ein-Worte-Sätze vor, weil das Sprachgefühl bei ihnen z.B. nach zumindest einem zusätzlcihen Objekt verlangt: 담배를 진짜 끊을 거야? „Hörst du wirklich mit dem Rauchen auf?“
In einem Restaurant könnte sich folgender Dialog entspinnen:
Hier geht beides! 제 소개를 할 것입니다. / 제 소개를 하겠습니다. 저는 미하엘입니다. Darf ich mich vorstellen? [Ich stelle mich jetzt vor.] Ich heiße Michael. 잊지 않을게요. / 잊지 않겠어요. Das werde ich nicht vergessen. 숙제를 내일 할게요. / 숙제를 내일 하겠습니다. Ich mache die Hausübung morgen. (Morgen mache ich die Hausübung bestimmt.) Q Wieso geht hier beides? A Ja, das Subjekt ist der Sprecher und er kann entweder die Futurform oder die Form, die in Richtung „Gelöbnis“ geht. Q Was soll das für ein „Gelöbnis“ sein, wenn jemand sagt “제 소개를 하겠습니다“? Das heißt doch bloß soviel wie „Ich werde mich jetzt vorstellen.“ Oder allenfalls „Ich bin so frei und stelle mich Ihnen vor.“ A Ja, aber das ~겠… lässt die Erklärung der Absicht („ich werde jetzt“, „ich gestatte mir jetzt“) beflissener und damit höflicher klingen.
아프지 않아요? 괜찮겠어요? Haben Sie keine Schmerzen? Wird es gehen? Obwohl logisch die Zukunftsform „괜찮을 거예요?“ wählbar erscheint, wäre sie unidiomatisch. Mit der Endung ist in der Frage 괜찮겠어요? eine ganz besondere Nuance enthalten, die Sinn macht: „Sind Sie bereit, das auszuhalten?“ / „Sind Sie gewillt, das zu akzeptieren?“ / „Können Sie das annehmen?“ Es schwingt damit auch mit, dass man anerkennt und zu würdigen wissen wird, dass das Gegenüber mit seinem „ok“ eine Art Leistung erbringt, ein Entgegenkommen zeigt, großzügig ist oder dergleichen mehr.
| 내년에 결혼할 거야. |
|---|
| 내년에는 결혼하겠어. |
Ich heirate nächstes Jahr. (Alles ist schon ausgemacht.) Ich werde im Juni heiraten. – Egal, was passiert. (Vielleicht auch: obwohl ich noch nicht einmal weiß, wen ich heiraten werde.)
| 것 | 거 |
| 것이 | 게 |
| 것은 | 건 |
| 것을 | 걸 |
| 필요한 것 있어? | = | 필요한 거 있어? Brauchst Du was? |
| 이것이 뭐예요? | = | 이게 뭐야? Was ist das? |
| 필요한 것이 있어? | = | 필요한 게 있어? Brauchst Du was? |
| 세상이 그런 것이다. | = | 세상이 그런 게다. Die Welt ist so. |
| 내 것이야! | = | 내 거야! Das gehört mir. |
| 그것은 누구 거예요? | = | 그건 누구 거예요? Wem gehört das? |
| 수영하는 것을 좋아해요? | = | 수영하는 걸 좋아해요? Schwimmen Sie gern? |
| K | 주문하시겠어요? |
|---|---|
| V | 음… 이 식당에서 가장 인기 있는 음식은 무엇인가요? |
| K | 불고기와 잡채입니다. |
| V | 그럼 그것으로 주세요. |
| M | 아, 밥과 된장찌개도 주세요. |
| K | 네, 알겠습니다. |
| B | 아버님, 어머님, 나중에 카페에서 맛있는 커피 드실래요? 커피 맛있는 곳을 알고 있어요. |
K Möchten Sie bestellen? V Tja ... Was ist denn das beliebteste Essen in diesem Restaurant? K Das sind Bulgogi und Japchae. V Dann bringen Sie uns das. M Ah, und bitte auch Reis und Deonjang-Jjigae. K Sehr wohl. B Vater, Mutter, möchten Sie nachher im Kaffeehaus einen leckeren Kaffee trinken? Ich kenne ein Lokal, wo der Kaffee köstlich ist.
Ich kenne ein Lokal, wo der Kaffee gut schmeckt.Wörtl.: Mir ist ein Ort bekannt, wo der Kaffee einen guten Geschmack hat.Oder, zur Übung und Sprachreflexion, noch eine Spur enger an der Syntax des Originals:„Der Kaffee einen (guten) Geschmack aufweisenden (habenden) Ort, den kenne ich.“
Die Endung ~ㄹ래(요) bzw. ~을래(요), die an den Verbstamm angehängt wird, drückt aus:
für die 1. Person (eingeschränkter Gebrauch, eher nur unter Freunden, Familie): eine Absicht, eine Willensbekundung bzw. die Ankündigung einer unmittelbar bevorstehenden Handlung (wobei dem Hörer gewissermaßen ein Vetorecht eingeräumt wird: wenn Einspruch eingelegt wird, nimmt man eben wieder vom Vorhaben Abstand):| Mutter zum Kind.Oder: Von Freund zu Freund | Der Kellner zum Gast | Zum Staatspräsidenten beim Staatsbankett |
|---|---|---|
| 후식 먹을래? | 야식 드실래요? / 드시겠습니까? | 후식 드시겠습니까? |
Ein Freund fragt Hanmil: Der Freund: 저녁에 뭐 했어요? Hanmil: ... Der Freund: 부모님께서 한식을 좋아하셨어요? Hanmil: ... Der Freund: ... Hanmil: ...
| 할아버지, ... |
|---|
| 할아버지[=할아버지의] 어린 시절 얘기를 해 주세요. |
| 할아버지, 옛날 얘기 해주세요. |
| 할아버지, 안마 해 드릴까요? |
Opa, erzähl von deiner Kindheit. erzähl von früher. soll ich dich massieren.
In Korea ist es ein gängiger Liebesdienst, einander zu massieren. Kinder lernen, ihren Eltern als Nettigkeiten die Schultern oder Beine zu kneten.| 얘야, ... |
|---|
| 물 한 잔 갖다 줄래? |
| 용돈 좀 줄까? |
Kind, bist du lieb und bringst mir ein Glas Wasser? soll ich dir ein wenig Trinkgeld geben?
Auch das „ein Glas Wasser bringen“ ist in Korea ein in uns unbekanntem Maße gängiger Liebesdienst. Müde Ehemänner fordern ihn von ihren Frauen ein; Prinzessinnen (ein Typus mit besonderer koreanischer Ausprägung; gut abgebildet oder auch, wie manche meinen, befördert vom Kinoschlager „My Sassy Girl“) von Männern, die ihnen verfallen sind; Schwiegermütter von ihren Schwiegertöchtern; Großeltern von ihren Enkeln usw. Ob das eine lästige Fron ist oder nur eine willkommende Gelegenheit, nett zu sein, hängt natürlich vom persönlichen Verhältnis zwischen Geber und Nehmer ab.
| 가 + 보다 | 만나다 + 보다 | 하다 + 보다 | 찾다 + 보다 | 읽다 + 보다 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 가 봐(Geh!) | 만나 봐(Treff dich!) | 해 봐(Mach!) | 찾아 봐(Such!) | 읽어 봐(Lies!) | |
| -자 | 가 보자Gehen wir. | 만나 보자Treffen wir uns. | 해 보자Machen wir. | 찾아 보자Suchen wir. | 읽어 보자Lesen wir. |
| -래Magst du mal... | 가 볼래... gehen?[auch: Ich gehmal hin.] | 만나 볼래... dich treffen?[auch: Ich treffmich mal.] | 해 볼래... versuchen?[auch: Ichversuche mal.] | 찾아 볼래... suchen?[auch: Ichsuche mal.] | 읽어 볼래... lesen?[auch: Ichlese mal.] |
| -ㄹ게 | 가 볼게Ich geh malhin. | 만나 볼게Ich treff michmal. | 해 볼게Ich versuchemal. | 찾아 볼게Ich suche mal. | 읽어 볼게Ich lese mal. |
| -ㄹ까?Soll ich/man/sollen wir... | 가 볼까... gehen? | 만나 볼까... treffen? | 해 볼까... malversuchen? | 찾아 볼까... malsuchen | 읽어 볼까... mal lesen? |
| 연락해보다 | 만나보다 | 해보다 | 읽어보다 |
| 찾아보다 | 가보다 | 생각해보다 |
| 오랜만입니다. |
|---|
| 정말 오랜만이군요. |
| 그동안 어떻게 지냈어요? |
| 그동안 안녕하셨어요? |
| 그동안 별일 없으셨죠? |
| 그동안 소식이 궁금했습니다. |
Lang nicht mehr gesehen. Wir haben uns wirklich lang nicht mehr gesehen. Wie ging es Ihnen/Dir in der Zwischenzeit? Ist es Ihnen [in der Zwischenzeit] gut gegangen? Gab es eh keine Vorfälle? Ich war [stets] neugierig, wie es Ihnen geht.
| 보고 싶었어요. |
|---|
| 잘 지내시는지 궁금했습니다. |
| 잘 지내셨어요? |
| 잘 지냈니? |
| 잘 지내셨죠? |
Ich habe Sie/Dich vermisst. Ich habe mich [oft] gefragt, ob es Ihnen wohl gut geht. Ist es Ihnen gut gegangen? Ist es dir gut gegangen? Es ist Ihnen doch gegangen? [Zustimmung erheischend, im Sinn von „Ich will es doch hoffen.“]
|
식사하셨어요? 별일 없으시죠? 괜찮으세요? 수고가 많아요. 우리 강아지는 멍멍멍 옆집 강아지도 멍멍멍 안녕하세요? 오오 잘 가세요. 오오 좋은 꿈 꾸셔요. 좋은 아침이죠. 내일 또 봅시다. 동방예의지국 지금 사람들은 1995년. 옛날 사람들은 1945년 안녕하세요? 오오 잘 가세요. 오오 좋은 꿈 꾸었니? 좋은 아침이야. 내일 또 보자. 니가 보고 싶어. 나는 누군가가 정말 필요해. 내일 우리 같이 여행을 떠나볼까? 안녕하세요? 오오 잘 가세요. 오오 안녕. |
Haben Sie schon gegessen? Alles in Butter? Sind Sie in Ordnung? Geht es Ihnen gut? Vielen Dank für Ihre Mühe. Mein Hund bellt wauwau. Der Hund von meinem Nachbar bellt auch wauwau. Guten Tag? Oh, oh, kommen Sie gut nach Hause. Oh, oh. Träumen Sie etwas Schönes. Guten Morgen. Wir sehen uns morgen wieder. Östliches Land des Anstands. Die Menschen von heute: 1995. Die Menschen von gestern: 1945. Guten Tag. Oh, oh, kommen Sie gut nach Hause. Oh, oh. Hast du was Schönes geträumt? Guten Morgen. Bis morgen. Ich vermisse dich. Ich brauche jemanden. Wollen wir morgen zusammen auf eine Reise gehen? Guten Tag. Oh, oh, kommen Sie gut nach Hause. Oh, oh. Tschüss. |
| 식사하셨습니까? | 식사하셨어요? | 식사했어요 / 밥 먹었어요? | 밥 먹었어? |
| 별일 없으십니까? | 별일 없으시죠? | 별일 없죠? | 별일 없지? |
| 괜찮으십니까? | 괜찮으세요? | 괜찮아요? | 괜찮아? |
| 내일 또 뵙겠습니다. | 내일 또 뵈요. | 내일 또 봐요. | 내일 또 봐. |
| 잘 가십시오. | 잘 가세요. | 잘 가요. | 잘 가. |
| 수고가 많으십니다. | 수고가 많으세요. | 수고가 많아요. | 수고가 많아. |
동방예의지국 東方禮儀之國 ergibt sich aus 동방 (Land im Osten), zusammengesetzt aus: 동녘(Orient, Osten) 동東 + 모(Viereck, Land) 방方; 예의 (Benehmen, Etikette), aus: 예도 (Anstand, Benehmen) 예禮 + 거동 (Bewegung, Haltung) 의儀; ~의(Genitiv-Postposition) 지之; 나라 (Land) 국國. Ergibt also insgesamt: „Land des Anstands (des guten Benehmens, der guten Sitten im Osten)“. Es handelt sich hier um ein Zitat aus dem Shanhaijing 山海經 (koreanisch Sanhaegyeong), dem „Klassiker der Berge und Meere“. Für die Koreaner ist die Stelle aus diesem wichtigen, teils mehr als 2000 Jahre alten chinesischen Klassiker ein Kompliment, auf das man sich gern beruft. Im Lied wird das Zitat zur übermütig herbeiassoziierten Parole, weil es im Text doch um lauter Höflichkeiten geht.