Großwardeiner Beiträge zur Germanistik 15

Szabolcs János (Hg.):
Erinnerungsorte und Kulturtransferprozesse im südosteuropäischen Raum. Beiträge des 11. Internationalen Kongresses der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens Großwardein/Oradea/Nagyvárad, 3.-7. Juni 2018
[= Großwardeiner Beiträge zur Germanistik. Schriftenreihe des Lehrstuhls für Germanistik der Christlichen Universität Partium; 15]

2021, ISBN 978-3-7069-1127-6, 320 S., brosch.
€ [A] 29,90 / € [D] 29,10

   

Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge sind die schriftlichen Versionen von Vorträgen, die im Rahmen von zwei Sektionen des vom 3. bis 7. Juni 2018 in Großwardein/Nagyvárad/Oradea veranstalteten 11. Internationalen Kongresses der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) gehalten wurden. Veranstalter der Tagungssektionen waren die Abteilung für Germanistik der Christlichen Universität Partium, das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und das Hungaricum – Ungarisches Institut an der Universität Regensburg. Die Beiträge des Bandes untersuchen die (literarischen) Manifestationsformen von Vermittlung zwischen Zentrum und Peripherie, die Problematik von Region und Regionalität bzw. die Aspekte von Identität, Erinnerung und Erinnerungskulturen aus komparatistischer Perspektive, in einem mitteleuropäischen Kontext. Die Beiträge des Kapitels »Deutsch-ungarische Kulturtransferprozesse im mitteleuropäischen Raum« widmen sich einerseits der Untersuchung von Objekten, Praktiken, Texten und Diskursen des deutsch-ungarischen kulturellen Transfers, wobei die Zirkulation von Personen, Büchern und literarischen Stoffen bzw. die vermittelnde Rolle der Literatur, des Theaters und der Presse im Mittelpunkt gerückt wird. Andererseits werden die Rolle und Funktion von Vermittlerfiguren und Vermittlungsinstanzen, die Selektionsmodi, die Formen der Aneignung und der produktiven Rezeption anhand von Fallbeispielen tiefgreifend analysiert. Das Kapitel »Erinnerungsorte in südosteuropäischen Literaturen im Vergleich« beinhaltet solche Beiträge, die sich der komparatistischen Analyse der Erinnerungsorten in südosteuropäischen Literaturen widmen, bzw. die divergierend besetzten Erinnerungsorte, die politische Instrumentalisierung literarischer Erinnerungsorte, das Verhältnis von literarischer Kanonisierung und Erinnerungsorten anhand von konkreten literarischen Texten untersuchen.