Zur kulturellen Lesbarkeit von literarischen Bearbeitungen des Medea-Stoffes

Marcell Grunda:
Der Stachel der Medea. Zur kulturellen Lesbarkeit von literarischen Bearbeitungen des Medea-Stoffes
[= Arbeiten zur deutschen Philologie. Sonderband. Begründet v. Lajos Némedi. Herausgegeben v. Kálmán Kovács; 3]

2020, ISBN 978-3-7069-1099-6, 198 S., brosch.
€ [A] 25,10 / € [D] 24,40

  

Der Medea-Mythos hat quer durch die Jahrhunderte zahllose Bearbeitungen erfahren und bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Dies liegt in erster Linie am Stachel des Fremden, der Reaktionen und Antworten herausfordert. Wie wird die Königstochter aus dem Osten zur Fremden? Wie wird sie zur Kindermörderin? In der vorliegenden Arbeit werden fünf literarischen Bearbeitungen des Medea-Stoffes aus dem 19. und 20. Jahrhundert analysiert. Die zentrale Analysekategorie dabei ist die der Fremdheitserfahrung. Auf den Stachel des Fremden reagierend versucht die Arbeit Antworten zu geben auf die Herausforderung, welche der Versuch des Verstehens des Fremden bedeutet.