Eça de Queiroz: GENOVEVA

José Maria Eça de Queiroz:
GENOVEVA oder Die Tragödie in der Rua das Flores. Aus dem Portugiesischen übertragen von Johann Pögl
[= Iberoromanische Texte in deutscher Übersetzung, hg. v. Wolfgang Pöckl u. Johann Pögl; 8]

2017, ISBN 978-3-7069-0950-1, 389 Seiten, brosch.
€ [A] 32,00 / € [D] 31,10  

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Diese Geschichte einer inzestuösen Liebesbeziehung zwischen einer alternden Kokotte und einem jungen Mann verlegt die Ödipus-Tragödie – mit Abstrichen – in das Lissabon des Fin de Siècle.
Ihr Verfasser, Portugals bedeutendster Romancier des 19. Jahrhunderts, Eça de Queiroz (1845-1900), hatte sie 1877 als handschriftliche Rohfassung entworfen und danach das Manuskript ohne Korrekturen und Titel in einer Schublade versenkt. Erst über ein Jahrhundert später sollte es wiederentdeckt werden und mehrere Drucklegungen erfahren.
Die Frage, warum der Autor dieses umfangreiche Brouillon verworfen hatte, lässt sich heute kaum mehr beantworten. Sein inhaltliches und stilistisches Gepräge weist jedoch bereits auf die sich in den späteren Romanen manifestierende Abkehr des Autors von der naturalistischen Schule hin. 
Dem an literarischen Produktionsabläufen interessierten Leser bietet es Gelegenheit, einen Roman Eça de Queiroz’ in seiner ersten Entstehungsphase kennen zu lernen.

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