Ringstraßen: Wien, Budapest und Szeged

Endre Hárs; Károly Kókai; Magdolna Orosz (Hg.):
Ringstraßen. Kulturwissenschaftliche Annäherungen an die Stadtarchitektur von Wien, Budapest und Szeged

[= Österreich-Studien Szeged, hg. v. Attila Bombitz und Károly Csúri; 12]

2017, ISBN 978-3-7069-0923-5, 323 Seiten, brosch.
€ [A] 29,70 / € [D] 28,90

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Wien feierte 2015 den „schönsten Boulevard der Welt“. Im Rahmen des Jubiläums der Wiener Ringstraße wurden Ausstellungen eröffnet und kunstvoll gestaltete Ausstellungskataloge veröffentlicht, die die Geschichte der Ringstraße aus den verschiedensten Blickwinkeln erfassen. Zu diesen Neuzugängen trägt der vorliegende Band mit seiner besonderen Perspektive auf das Thema das Seine bei. Das Jubiläum bietet einen ausgezeichneten Anlass, die ehemaligen k. u. k. Städte Budapest und Szeged in Augenschein zu nehmen und ihre historische, künstlerische und literarische Topographie mit dem Blick auf die Kaiserstadt zusammenzuführen. Während Budapests Ringstraßen und Boulevards eine Kombination aus ‚spontaner Entwicklung‘ des 18. und 19. Jahrhunderts und bewusster Stadtgestaltung zwischen 1872 und 1906 sind, handelt es sich bei der Ringstraßenarchitektur von Szeged um das Ergebnis eines Großbauprojektes nach der Überflutungskatastrophe von 1879. Was die drei ‚Metropolen‘ verbindet, sind zeitlich parallel verlaufende urbanistische Großprojekte, die den Charakter der jeweiligen Städte grundlegend veränderten. Was sie trennt, sind die zahlreichen Unterschiede, die sich aus lokalen Besonderheiten ergeben. Die Stadtkarten lassen sich aufeinander projizieren, wodurch sich die Ansichten einerseits ergänzen bzw. einander beleuchten. Andererseits stellen sie befremdendes Doppelgängertum her.
Der auf Wien und seine k. u. k. monarchischen ‚Doppelungen‘ geworfene Blick beschränkt sich dabei gar nicht erst auf die Anfänge. So wie das Jubiläumsjahr der Wiener Ringstraße auch von der Gegenwart gehandelt hat, ermitteln die Autoren und Autorinnen des Bandes Konjunktive der Vergangenheit und Alternativen der Zukunft.