Grötschnig, Andrea: Axams

_978-3-7069-0327-1Andrea Grötschnig:
Axams. Namen und Siedlungsgeschichte

2008, ISBN 978-3-7069-0327-1, 411 S., brosch., mit einer farbigen Karte

€-A 35,00 / €-D 34,00

Die vorliegende Studie befasst sich mit den Namen der Wiesen, Wälder, Felder, Weiler, Straßen, Gassen, Bäche und Berge der Gemeinde Axams. Es werden an die 580 Namen mit kultur- und naturhistorischen Hintergrundinformationen ausführlich besprochen, deren Bedeutung allgemein verständlich erklärt und die Siedlungsgeschichte aus der Sicht der Namenkunde rekonstruiert. Die beiliegende Namenkarte macht die aktuelle Axamer Namenlandschaft sichtbar und hat auch praktischen Wert für Wanderungen in Axams.Ausgehend von den Namen und ihrer alten Bedeutung gelingt es der Verfasserin, ein sehr anschauliches Bild von der Vor- und Frühgeschichte des behandelten Dorfes Axams zu skizzieren. […] Einerseits sucht die Verfasserin in der schwierigen Materie mit Umsicht und guter Sachkenntnis nach überzeugenden Erklärungen, sie legt aber auch bei mehrdeutigem Sachverhalt diesen offen. Das so gewonnene Bild der Kulturlandschaft von Axams halte ich für stimmig und für eine saubere, tragfähige Basis. (Em. Univ.-Prof. Dr. Guntram A. Plangg) Insgesamt zeichnet sich die vorliegende Dissertation durch ihren klaren Aufbau und die reichhaltig gebotene Information aus. Die Einleitung führt den Leser und Benützer in die Geographie und Geschichte des Untersuchungsgebietes ein, die alphabetische Auflistung der einzelnen Namen bietet alle geographisch relevanten Daten mit der sprachwissenschaftlichen Erklärung der einzelnen Namen. Die detaillierte Darstellung zeigt, dass sich die Verfasserin sehr intensiv mit dem untersuchten Gebiet auseinandergesetzt hat – die Arbeit ist also die Frucht jahrelanger eigener Feldforschung und sorgfältigen Quellenstudiums. (Univ.-Prof. i.R. Dr. Heinz Dieter Pohl) Etymologien werden immer im Konnex zwischen Belegen, mundartlicher Aussprache und historischen Gegebenheiten erarbeitet. Die Dissertantin verfügt außerdem über das entsprechende linguistische Rüstzeug, um etymologisch gut arbeiten zu können und zu brauchbaren und plausiblen Konklusionen zu kommen. […] Die Wissenschaft ist dem großen Vorhaben, ein gesamttirolisches Namenbuch zu erstellen, wieder ein Stück näher gekommen. (Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Anreiter)