Brunnthaler, Elfriede: Vom Eheschatten in der Kunst?

Brunnthaler, Elfriede: Vom Eheschatten in der Kunst? Der Maler Eduard Csank und seine Frau Elisabeth in und auf dessen malerischen Spuren. Mit einer CD-ROM (= Angewandte Kulturwissenschaften Wien, hg. v. Manfred Wagner, Bd. 2). ISBN 978-3-7069-0331-8. Broschiert, 2005, 179 Seiten. €-A 30,00; €-D 29,20

Das vorliegende Buch behandelt Leben und Werk des Malerehepaares Elsa und Eduard Csank und vor allem den Verlauf ihrer künstlerischen Tätigkeit. Das zur Verfügung stehende Material erlaubt viele Einblicke in die damalige Alltagsgeschichte, anhand derer auch der Frage nachgegangen werden kann, ob Elsa Csank im Schatten ihres Mannes stand oder nicht. Es gilt also die These zu beweisen, dass Elisabeth Csank zwar sehr begabt war, jedoch durch ihren Familienkreis und kriegsbedingte Wirrnisse in ihrer künstlerischen Entfaltung beeinträchtigt wurde. Es soll unetrsucht werden, wieso die künstlerische Laufbahn von Elsa Csank immer wieder gebremst wurde, wieso sich andere zeitgenössische Künstlerinnen in ähnlichen Lebensumständen besser durchsetzen konnten. Elsa Csank war in zweiter Ehe dreiundzwanzig Jahre mit Eduard Csank (1874-1932) verheiratet. Der von der konservativen Kritik sehr geschätzte akademische Maler beeinflusste die künstlerische Entwicklung seiner Frau maßgeblich. Das Ehepaar malte nicht nur gemeinsam, sondern beteiligte sich auch immer gemeinsam an Ausstellungen. Als Witwe war Elsa Csank weiterhin künstlerisch tätig, hatte aber nie eine Einzelausstellung ihrer Werke. Dabei erscheint es beachtenswert, dass Elsa Csank (1876-1963) in einer Zeit lebte, in der es nur wenigen Frauen gelungen ist, in die männliche Domäne der Kunst einzudringen und Erfolg zu haben.

 

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