Sartingen, Kathrin: Zwischen-Spiel

Kathrin Sartingen: Zwischen-Spiel. Lateinamerikanisches Theater zwischen Eigen- und Fremdkultur (am Beispiel Brasiliens)
[= Beihefte zu „Quo vadis, Romania?“, hrsg. v. Georg Kremnitz, Band 31]
2007, ISBN 978-3-7069-0466-7
brosch., 206 S.
€ [A] 28,00 / € [D] 27,20

Der vorliegende Band hat zum Ziel, einen kulturhistorischen – und bislang im deutschen Sprachraum fehlenden – Gesamtüberblick über das brasilianische Theater vom 16. bis zum 20. Jahrhundert zu bieten. Dazu werden einzelne markante Höhepunkte im brasilianischen Theatergeschehen nachgezeichnet, die in eigen- und fremdkultureller Perspektive Rätsel aufgeben: Warum ist es scheinbar nie zur Ausbildung von Schulen oder Traditionen, also von literarischer Identität im Theaterdiskurs, gekommen? Der Blick hinter die Kulissen wird zeigen, dass sich sehr wohl eine kontinuierliche Traditionslinie nachweisen lässt. Denn die Besonderheit des lateinamerikanischen Theaters liegt in der kontinuierlichen Gratwanderung zwischen europäischen Modellen und eigenen Strömungen. Die Assimilierung der europäischen Texte, bereichert um eigenkulturelle Charakteristika, stellt im Grunde die brasilianische Variante der Zukunftsfindung eines eigenen Theaters dar: im „Zwischen-Spiel“ zwischen universalem Theatergeschehen und autochthonem Repertoire.

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